Die Beleuchtung abends war besonders eindruecklich. Die Haeuser und Kirchen wirken richtig sureal!
Samstag, 17. Oktober 2009
Eindruecke aus Cartagena
Sonntag, 11. Oktober 2009
Cartagena - la cuidat mas hermosa del mundo!!!
Seit vier Tagen bin ich nun in Cartagena und geniesse diese Stadt in vollen Zuegen. naja, tagsueber ist es mehr oder weniger ein Genuss, da es gegen die 40 Grad sein muss. Der Stadtbummel endet dann meistens irgendwo in einem klimatisierten Kaffee, Geschaeft oder sonst irgendwo, wo sich mein voellig verschwitztes T-Shirt wieder etwas von meiner Haut loesen kann. Sich umzuziehen tagsueber hat schon gar keinen Wert mehr... Deo erfuellt seinen Zweck!!!
Die Stadt ist jedoch wunderwunderschoen. Ich kann mich gar nicht sattsehen an all den Gebaeuden, Kirchen und vor allem den schoenen Balkonen und den verzierten Tueren. Ueberall hat es Blumen. Es ist einfach toll!!! Die Menschen hier sind sehr stolz auf ihre Stadt, zurecht.
Wo jedoch viele Touristen sind, sind auch viele Verkaeufer, Schuhputzer, Tourguides, die dir irgendeine Tour andrehen wollen. Du kannst kaum durch die Stadt laufen, ohne nicht 10 verschiedene "amigos" kennenzulernen. Alle sind sofort deine "Amigos"... "Hey amigo, come to my place, buy this, buy that"... unglaublich. Manchmal rede ich einfach Schwiizerduetsch mit den Leuten, die kehren dann meistens leicht verwirrt um und suchen sich ein anderes Opfer.
Morgen werde ich Cartagena verlassen. Um 8 Uhr treffen wir uns alle am Hafen und werden auf unser Segelschiff "Stahlratte" gebracht. Lustigerweise habe ich schon 6 verschiedene Leute getroffen, welche auch mit der Stahlratte nach Panama segeln werden. Wirklich unglaublich dieser Zufall. So verbrachte ich die letzten Tage mit ein paar Leuten, die mit mir morgen aufs Boot kommen. Es war toll, die Stadt nicht alleine "erobern" zu muessen. Fuer mich ist es unglaublich, wie schnell man hier Leute kennenlernt. Es ist wirklich so.... You are never allone, when you travel.
Ich freue mich nun wahnsinnig auf die Bootsreise. Hoffe bloss, dass es nicht zu stuermisch wird auf dem Meer. Vorsorglicherweise habe ich mir ein paar Tabletten gekauft gegen Seekrankheit...
Mittwoch, 7. Oktober 2009
No estamos juntos - soy sola!!!
Nun hiess es also Abschied nehmen...
Von Medellin aus gingen Michi und ich getrennte Wege. Er nahm den Bus nach Cali, das liegt im Sueden und ich bestieg den Bus Richtung Santa Marta, welches ganz im Norden von Kolumbien liegt. Ein etwas komisches Gefuehl, nun wirklich alleine unterwegs zu sein.
Die naechtliche Busfahrt nach Santa Marta sollte ein Pruefstein meiner eisernen Geduld werden. Aus den 12-15h wurden 16 Stunden Busfahrt mit einem Stopp nach etwa 3h. Ich war eingepfercht in meinen Sitz und spuehrte schon bald das Verlangen, meine Beine zu strecken. Naja, ich musste mich gedulden, bis wir in Santa Marta waren. An Schlaf war kaum zu denken... und so verbrachte ich die Stunden bis zum Morgen mit meinem Ipot... und vielen tollen Melodien...
Doch die Strapazen lohnten sich. In Taganga, einem kleinen Doerfchen 10 Minuten von Santa Marta entfernt, entschaedigte mich eine kalte Dusche und ein gemuetliches Hostal.
Mein Ziel jedoch war der Parque National Tayrona. Zusammen mit dem Uruguyaner Tabaré machte ich mich auf den Weg. Nach einer Busfahrt, einer erneuten Polizeikontrolle und einem Spaziergang durch den Jungel, wo Aeffchen an den Baeumen turnten, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor mir lag eine Bucht, schlicht und einfach paradiesisch!!! Das Meer rauschte und der salzige Wind wehte noch die letzten Gedanken aus meinem Kopf. An diesem Ort hier kannst du nur geniessen... Ich musste lachen, denn in der Schweiz kann man tatsaechlich CD's kaufen, die genau dieses Geraeusch, dieses Rauschen des Meers, wiedergeben... Entspannt verbrachte ich zwei tolle Tage mit tollen Leuten an einem tollen Ort!
El Peñol
Nachdem wir in Medellin vergeblich nach dem Charme suchten, den die kleineren Staedte massenhaft verspruehten, zog es uns nach 2 Tagen weiter nach Guatapé. Dieses Doerfchen, im Vergleich zu Medellin war es wirklich nur ein klitze kleines Doerfchen, lag an einem Stausee. Nun ja, wir in der Schweiz sind uns gewohnt, dass ein Stausee auch eine Staumauer hat, nur hier fanden wir keine solche Mauer. Der See war durchzogen mit hunderten von Inselchen, bewaldet, unbewohnt, bewohnt,... Die vielen Villen, welche den See umrandeten, zeugten von wohlhabenden Medellinern, die ihre Wochenenden und Ferien in dieser Region verbringen. Keine schlechte Idee, denn die Temperaturen liegen ganzjaehrig bei etwa 25 Grad. Mal etwas mehr Regen, aber sonst scheint hier oft die sonne.
Der Peñol ist ein Monolith aus vulkanischem Gestein. Er ueberragt die sonst schon hueglige Landschaft um 200 Meter. Es war wirklich eindruecklich. So steht dieser Stein einfach so am Rande des Sees. Wir konnten uns nicht vorstellen, WIE dieser Stein hierher gekommen ist. Google machte uns auch nicht schlauer...
Jedenfalls erklommen wir die 649 Treppen, die hinauf auf den Peñol fuehren und genossen die ueberwaeltigende Aussicht.
Samstag, 26. September 2009
Ein Auszug aus meinen spanisch Kenntnissen
Michi und ich hatten Hunger und freuten uns auf ein gutes Stueck Fleisch. Ueberall in Salento wurde "Trucha" angepriesen, welches wir als "Truthan" uebersetzten. So bestellte ich voller Vorfreude einen "Trucha dorada" mit den ueblichen Beilagen Papas, Platanos,...
Wie machten wir Augen, als der Kellner die Speisen servierte. Statt Truthahn mit Kartoffeln und Platanos bekam ich "Forelle" mit einem riesen Pommes Chips, welches den Tellerrand mehr als ueberragte.
Trucha ist also Forelle und die Beilage ist ein Zusammengestampftes und Fritiertes riesen Pommes Chips...
Wer weiss, wie gerne ich Chips und Fisch esse, der kann sich denken, wie ich mich ueber diese Ueberraschung freute!!!
Salento - Valle Cocora
Von Manizales aus gings weiter nach Salento. Diese Busreise war eher kurz (so 4-5 Stunden) und so erreichten wir Salento am fruehen Nachmittag.
Das Staedtlein war voll herzig. Und das Rad der Zeit laeuft hier ein paar Minuten langsamer als in der "normalen" Welt. So haben die Menschen keinen Stress, schlendern durch ihr Doerfchen, plaudern in den Gassen und sitzen gemuetlich zusammen. Angesteckt von diesem Lebenstil, liefen wir ebenfalls voll relaxt durch das Doerfchen.
Am anderen Tag wollten wir uns die beruehmten "Wax Trees" vom Valle Cocora ansehen. Es sollte wirklich eine spezielle Wanderung werden. Um 9.30 Uhr startete der Jeep vom Hauptplatz aus. Wir warteten eine Weile, da wir etwas zu frueh da waren. Aber die Maenner dort liesen sich nicht aus der Ruhe bringen. Es sammelten sich um halb 10 ein paar Touristen an, welche problemlos 3 Jeeps fuellen koennten. Naja, es wurde genau ein Jeep gefuellt... mit 16 Personen... Schaut euch den roten Jeep an. Ich muss anfuegen, dass 5 Personen hinten auf der Stossstange stehen mussten...
OK, die Fahrt war etwas angenehmer als auch schon. (Die Strasse vom los Nevados del Ruiz nach unten war naemlich ein getrocknetes Bachbett... jedenfalls fuer mich. Der Fahrer lachte mich schoen aus, als ich ihn fragte, ob das normalerweise ein Bach sei!!!)
Die Wanderung durch das Valle de Cocora war dann aber wirklich super schoen. Ich fuehlte mich, als ob ich in der Schweiz wandern wuerde. Die Huegel gleichten den Schweizer Huegeln... Waeren da nicht diese riesigen Palmen gewesen, die einfach nicht recht in die Landschaft passen wollten. Eine Palme konnte bis zu 60 Meter hoch werden!!!
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