Donnerstag, 25. März 2010

Los pueblos de Jalq´a - el ultimo trip ...

Dass man ja den Bolivanern nicht alles glauben kann, haben wir schon bald gemerkt. Tatsaechlich wurden schon mal geradeheraus belogen... Diese Erkenntnis und die nun doch schon monatelange Reiseerfahrung liess uns sehr vorsichtig werden im Bezug auf Auskuenfte, die von Bolivianos kamen.
So kamen wir in Sucre an und genossen das Herumschlendern in den schoenen Gassen. Unsere Mission war klar, wir wollten eine Ausflug in die Doerfli der Jalq´a people machen. Da wir in unserer "Bibel", dem Lonley Planet schon einiges darueber gelesen hatten, wussten wir dieses Mal recht genau, was wir wollten: Ein Transportmittel in die Gegend, einen Guide und eine Ahnung, wo wir da schlafen und essen konnten. Ganz einfach oder!!! Weit gefehlt. Wir klapperten etwa 5 Touragencies ab und bekamen bemerkenswert vielfaelltige Auskuenfte. Eine Frau sagte uns, es gaebe kein oeffentliches Verkehrsmittel. Ein Mann sagte uns, wir koennten unmoeglich alleine gehen. Der Hammer war aber die Ausskunft des zugegeben gutaussehenden Typen von Bolivia Specialist. Er knallte uns einen Prospekt hin und wittmete sich dann lieber dem Facebook-Chat... Grrrrrr....
Rege und ich waren leicht entnervt und beschlossen, den Trip ohne Guide und schon gar ohne Agentur zu machen. So machten wir uns am Mittwochmorgen nach dem Fruehstueck auf. Wir wollten ein Taxi finden, welches uns in die 1,5 Stunden entfernte Gegend brachte. Nach eisigem Verhandeln hatten wir uns auf einen annehmbaren Preis geeinigt und der Taxichaffeur wollte noch seine Reifen pumpen. Da erfuhr er, dass die Strasse im Moment gesperrt sei und wir erst am Nachmittag durchfahren koennten. Bahhhhh, wir brachen die Aktion ab und genossen den Nachmittag im schoenen Cafe Mirador, den Ueberblick ueber die ganze Stadt und ein einigermassen feines Cafe vor der Nase!!!
Ok, unser Vorhaben verschoben wir halt auf den naechsten Tag... Noch immer waren wir ueberzeugt, es alleine durchziehen zu koennen. Wir schlenderten durch die Stadt und ganz zufaellig am Internetcafe vorbei. Warum nicht schnell die Mails checken... Draussen stand eine nette Bolivianerin und wollte uns fuer eine Tour am Weekend ueberreden. Ich dachte, die gehoere zum Internetcafe und klagte ihr grad unser Leid von der missglueckten Tour am heutigen Tag. "Tenemos un tour aqui... voy a llamar un guia..." Was!!!! 30 Minuten spaeter war die 3 Tagestour mitsamt "Pablito", dem Guia, gebucht fuer umgerechnet etwa 90 CHF...
Am Donnerstag gings nun also los. Pablo holte uns vom Hostel ab und wir fuhren zum "Busterminal"... Naja... Es fuhr kein Bus dorthin, sondern nur ein Camion, von mir als "Viehtransporter" bezeichnet. (Wobei in der Schweiz bestimmt irgend eine Beschraenkung besteht, wie viele Tieren im Lastwagen transportiert werden duerfen. Hier wurde der Camion einfach mit Menschen vollgepackt... )

Los gings... Nach gut einer halben Stunde standen wir dann an der Baustelle, die uns schon gestern gehindert hatte. Es hiess nun 1,5 Stunden warten, bis wir weiterfahren durften. Der Aufenthalt gestaltete sich als recht amuesant... gabs doch viel zu sehen. Neben der Strasse wurde grad eine Kuh geschlachtet und allerlei Food-Verkauefer gaben ihre Ware preis... Ausserdem standen insgesamt etwa 20 Busse und Camions herum... Wie zu sehen ist, dem Tiertransport a la "WWF Norm" wird hier nicht so viel Beachtung geschenkt!


Nach 1,5 Stunden gabs ploetzlich eine Hektik... Der Mittagessenbus fuer die Arbeiter der Baustelle kam angefahren, was bedeutete, dass wir weiterfahren konnte. Das Rennen begann.. Die Camions fuhren wie die Wilden, ueberholten, hubten und rasten... Das ganze war eine recht staubige Angelegenheit. Ich kann sagen, so dreckig, wie nach 10 Minuten dieser Fahrt war ich in meiner ganzen Reise noch nie!!!!!!!!!!!

Irgendwo "in the middle of nowhere" liess uns der Camion aussteigen. Die Einheimischen winkten uns nach und der Camion verschwand hinter einer Staubwolke... Tja, da waren wir nun. Zum Glueck war Pablo, der Guide, dabei. So wussten wir, dass wir bestimmt nicht verloren gehen konnten.

Wir wanderten los, staunend ueber die tolle Landschaft, einmal mehr... Bald schon erreichten wir die Hoehlenmalereien und kletterten auf den Felsformationen herum. Dazwischen gabs ein Sandwich von Pablo und weiter gings.
Wir wanderten in beachtlichem Tempo den Berg runter und waren recht froh, als die Kletterpartie endlich ein Ende hatte. Nun gehts noch 2 Stunden, verkuendete Pablo froehlich. Phu, wir schafften es in 1,5 Stunden, Tempo beachtlich, Pause...KEINE!!!
Unsere erste Nacht sollten wir bei "Abuelita Augustina" verbringen, einer 94 jaehrigen Power-Abuela (Oma). Wir kamen recht geschlagen von der 5 Stunden Wanderung im Hoechsttempo bei der Abuela an. Bei der echt Hammer-fitten Grossmutter wohnen 50 Mehrschweinchen, Hasen, Enten, Katzen, Hunde und was weiss ich  noch alles... ZUM GLUECK konnte die Oma uns keine Schlafplatz auf ihrem Boden anbieten (Warum... bleibt uns ein Raetsel) Waren wir froh, als die "Enfermera" (Krankenschwester) noch eine Matraze in einem sauberern Zimmer anzubieten hatte. So teilten Rege und ich uns eine Matraze und schliefen tief und fest!!!
Heute stand uns eine lange Wanderung bevor, 26 Kilometer ueber Huegel eins, zwei und drei... Leider gabs kein Fruehstueck. Die Abuelita sollte uns eigentlich etwas kochen, hatte aber eine schlechte Nacht und mochte nicht mehr Zmorge machen. So gings los, mit einem Stueck vertrocknetem Weissbrot und einer halb verfaulten Banane im Bauch. Der erste Aufstieg nach Maragua sollte 4 bis 4,5 Stunden dauern. Rege und ich schlugen die Rekordzeit unseres Guides und schafften den ersten Abschnitt (BERGAUF) in knapp 3 Stunden. Wohlbemerkt... OHNE FRUEHSTUECK...

In Marague schauten wir beim Turnunterricht zu und besuchten danach eine Familie... in der Hoffnung auf etwas zu Essen. Bei der Familie verschenkten wir Haarbaendeli, Spielzeugautos und Luftballone. Ich habe wohl seit Madagaskar kein Kind mehr gesehen, dass sich so ueber einen Luftballon freut... Nach einer Stunde kam unser Guide wieder, er haette nun jemand gefunden, der fuer uns Zmittag kochen wuerde. Gestaerkt mit 2 Kartoffelchen gings weiter BERGAUF. Oben angekommen stellte sich heraus, dass die Familie doch keine Zeit zum Kochen haette. Rege und ich, nun schon mittelmaessig genervt und echt hungrig, setzten uns in den Schatten eines Baumes und kauten Coca-Blaetter, wie das hier alle so machen...
Juhu... Pablo fand eine Familie, die fuer Geld natuerlich, fuer uns kochen wollten. Nach einer weiteren Stunde, sie mussten ja zuerst Feuer machen und die Sachen fuer die Suppe uerberall herbeiholen, gabs die wohl feinste Suppe eh und je!!! Der Papa setzte sich zu uns und unterhielt sich mit uns. Die Familien in der Umgebung sprechen kaum Spanisch, nur Quechua und so half es viel, dass Pablo Quechua sprach und so die "Barriere" etwas aus dem Weg raeumen konnte.
Nach der Suppe und wohl etwas mehr als Stunden gings weiter. Wir hatten noch gut 15 Kilometer vor uns und es war doch schon halb 2! Die Landschaft war gigangtisch!!!


Nach dem Besuch von Dinosaurier-Foodprints kam der harteste Teil der Strecke. Es ging immer noch BERGAUF und so langsam zehrte das an den Kraeften. Ausserdem sah es so langsam aber sicher nach ernsthaften Gewittern aus!!! Ich muss zugeben, ich habe mir die Wolken herbeigewuenscht. Es war so dermassen heiss, dass eine Wolke vor der Sonne schon grosse Abkuehlung brachte. ABER, von Regen oder gar Gewitter war keine Rede gewesen. So erhoehte Pablo das Tempo nochmals. Kurz vor "Jogging-Geschwindigkeit" liefen wir weiter. Von ueberall her kamen Bauern und fragten nach Coca-Blaetter oder sonstigen Geschenken. Pablo verteilte fleissig Coca-Blaetter und wir Kugelschreiber und Ballone fuer die Kinder. (So langsam fuehlten wir uns wie "Mutter Theresa", schon in Sucre begonnen wir Brot fuer die Bettler zu kaufen und Muenz in die vielen ausgestreckten Bettlerhaende zu legen)
Nach 3 Stunden (mit einer klitzekleinen Pause) trabten wir im Dorf Potolo ein. Versprochen war uns ein Bett und ein Znacht im Dorfrestaurant. WOW... wir konnten es kaum fassen. Die Cabanas in Potolo waren voll luxurioes eingerichtet. Wir hatten kaum jemals in so einem schoenen Zimmer geschlafen.


Muede verkrochen wir uns frueh in unsere tollen Betten und schliefen wie Engelchen. Am naechsten Morgen schauten wir noch bei einer Frau vorbei, die Tejdos herstellte. (Webwaren) Es war eindruecklich zu sehen, wie kunstvoll sie ihr Handwerk ausfuehrte. LEIDER fand sich wieder niemand, der fuer uns Fruehstueck machen wollte. Es blieb uns nichts anderes uebrig, als ein paar komische Cracker und Schoggokekse zu essen. Danach gingen wir mit dem Bus (zum Glueck ein Bus und nicht wieder eine Staubfahrt mit dem "Viehtransporter) zurueck nach Sucre. Fuer die 70 Kilometer lange fahrt brauchten wir 4 Stunden!!! Natuerlich hatten wir wieder den Stop bei der Baustelle. Zum Glueck, dort konnten wir unsere hungrigen Baeuche mit einem Maiskoelbli beruhigen... Unser "Superman-Bus" brachte uns sicher, holprig und langsam nach Sucre zurueck...

Tja... was fuer ein Tripp!!! Obwohl wir etwas "hungern" mussten und wohl ein paar Floehe im Bett hatten, es war ein einmaliges und unvergessliches Erlebniss!!! Zu sehen, wie diese Menschen in ihren einfachen Lehmhuetten leben und ihre Felder bestellen. Was fuer ein hartes Leben sie fuehren! Wir hatten Einblick, vielleicht auch etwas Durchblick, denn durch unseren Guide kamen wir sehr nahe an die Menschen heran. Es war einfach UNGLAUBLICH TOLL!!!!

Freitag, 12. März 2010

5 Days-Tour in Southwest Bolivia!!!!!!!!!!



Nach einer wundervollen Zeit am Lago Titicaca fuhren wir mit dem Bus nach Oruro und "mussten" 3 Naechte in dieser Minenstadt verbringen. Kein Bus fuhr fuer ganze drei Tage. Es wurde im ganzen Land getreikt. So blieb uns nichts anderes uebrig, als das zu tun, was viele Boliviander auch machen, naemlich im Park sitzten und NICHTS machen.



Danach nahmen wir in Oruro den Nachtzug und fuhren bis kurz vor die Argentinische Grenze nach  Tupiza, eine Stadt in der Wueste. Dort versuchten wir eine gute Tour zu finden fuer den Tripp in die Salar de Uyuni.

Am Samstag gings also los... wir waren zu viert, noch zwei tolle Amis (ein Paaerchen) waren mit im Jeep. Am ersten Tag legten wir 250 Kilometer zurueck. recht viel, wenn man bedenkt, dass wir fast nur im Sand und auf Schotter und ueber Stock und Stein fahren konnten. Neben unserem Fahrer hatten wir noch eine Koechin dabei, die uns nach Strich und Faden verwoehnte.
Ich konnte die ganze Fahrt ueber nur Staunen. Staunen ueber die unglaublich eindrueckliche Landschaft, die vor dem Fenster durchsauste. Zwischendurch durften wir aussteigen und natuerlich auch Fotos knipsen.

Die erste Nacht verbrachten wir auf 4200 m.ueber Meer in einem einfachen, herzigen Steinhaeuschen. es waren dort noch 4 andere Jeeps untergebracht. Eigentlich hatte es nur Platz fuer 4 Jeeps und so mussten die Letzten, die eintrafen sich die Betten teilen !!!! (soviel zu dem, dass es eben Schlechtere und bessere Tours gab)


Am naechsten Tag fuhren wir los und da wir eine 5Tages-Tour gebucht hatten, waren die Anderen schon viel viel vor uns losgefahren. Wir sahen unglaublich tolle Landschaften, staendig wechselnd vor unserem Fenster. ausserdem besuchten wir Lagunen, in denen viele Flamingos "standen"...

Mittagessen gabs irgendwo in Mitten der wundervollen Landschaft. Es gab jeden Tag ein Buffet im Kofferraum des Jeeps mit Gemuese, Fleisch, Fruechte, Reis (natuerlich!!! es geht nicht ohne!!! )

Am 3. Tag hatten wir sogar Zeit, um eine Lagune zu Fuss zu umrunden. Wir genossen die Bewegung und konnten uns nicht satt sehen am eindruecklichen Vulcan Liacancabur, der sich vor uns auftuermte. Natuerlich schien auch am 3.Tag die Sonne und es hatte keine einzige Wolke am Himmel. (eigentlich waere ja in Bolivien auch Regenzeit...)



Wahninnig eindruecklich war die Lagune Verde, die ihre Farbe wechselt. (durch irgendwelche Mineralien) Wow, waren wir ueberrascht!!! Denn die Lagune blieb "transparent" bis wir die Umrundung abgeschlossen hatten und unsere Sachen bei der Unterkunft holen gingen. Welche Ueberraschung, als wir 30 Minuten spaeter zurueckkehrten  und die Lagune nun tuerkisgruen war!!!!!!!!!!!!

Der 4.Tag war aehnlich wie die Voherigen. Wir sahen unglaublich schoene Lagunen, viele Flamingos und Berge, ich konnte gar nicht aufhoeren, Fotos zu machen. In der heutigen Unterkunft hatten wir sogar eine Dusche und dies genossen wir... Den letzten Abend verbrachten wir in einem Hotel, das aus SALZ gebaut war. Unser Bett (naja, die Matraze nicht...) war aus Salz, das Nachttischchen, die Waende...
Wir bekamen sogar noch ein Staendchen gespielt von 4 Jungs aus dem Dorf. Das war lustig!!!!


Am 5.tag heiss es um 4.30 Uhr TAGWACHE und danach fuhren wir gleich los. Wir durchquerten bei Dunkelheit die Salar de Uyuni (eine Salzwueste) und konnten auf einer Insel mit Hunderten von Kakteen den Sonnenaufgang ueber der Salzwueste geniessen, bestaunen und einfach in uns "einsaugen"... Es war einfach nur HAMMER HAMMER HAMMER...





Danach durquerten wir die Salzwueste mit dem Auto bis nach Uyuni.. Es hatte recht viel Wasser auf der Oberflaeche und so sah unser Auto auch dementsprechend aus... Doch das beste waren die Fotos, die wir auf der Salar schossen!!!




Sonntag, 28. Februar 2010

Peru


Nach dem unvergesslichen Besuch auf Galapagos flogen wir nach Lima, der Hauptstadt Perus. Wir beide waren wohl noch nie in einer solch grossen Stadt mit 10 bis 15 Millionen Einwohnern.... (je nachdem, wen du nach der Anzahl Einwohnern fragst, erhaelst du sehr verschiedene Angaben...)
Wir waren eigentlich sehr ueberracht von Lima. Natuerlich besuchten wir in dem einen Tag, den wir in der Stadt verbrachten nur die schoensten und vor allem fuer Touristen schoen hergerichteten Orte. Der Parque de Amor tat es uns besonders an... Aber nicht nur uns... Dieser Ort, ein MUSS fuer frisch verliebte Paare.

Aber bald schon ging die Reise weiter Richtung Sueden. Nicht schlecht staunte ich, als wir Lima im modernen Bus von Cruz del Sur, mit TV und Boardservice, verliessen und um uns herum einfach NICHTS mehr war. Ja, wir waren voll in der Wueste gelandet. Etwas verunsichert fragte ich Regula, ob sie das gewusst haette, dass hier im Sueden Perus der Kueste entlang einfach nur Wueste waere. "Nein, kei Ahnig... mer send schoeni Touris.. hend weder mou kei Ahnig..." Tja. so bestaunten wir die Gegend um uns herum.

Unsere naechste Station war Huacachina, eine Wuestenoase. Wieder konnte ich mir nicht so viel drunter vorstellen, denn meine Peru-Vorbereitung mit dem Lonely Planet startete genau dann, als wir Lima verliessen und durch die Wueste Richtung Sueden fuhren. Wow, die Oase mit 300 Einwohnern war wirklich was ganz anderes!!!


Die Hauptatraktion in Huacachina war Sandboarden. So kam ich doch noch zu meiner Skitour, nur auf etwas unkonventionellere Art... mit dem Snowboard kraxelten wir die Sandduenen hoch (zumindest das Hochlaufen war einigermassen aehnlich wie das Hochlaufen im Schnee) Ich haette auch richtige Ski mieten koennen. Jedoch meiner Gesundheit zu liebe verzichtete ich auf das "Vorkriegsmodell von Pommes-Frites-Ski" und schnappte mir ein Board, das mir als Schlitten dienen sollte. Regula, die eine geuebte Snowboarderin ist, fand Spass am Heruntergleiten, am Aufstieg etwas weniger, da die Sonne herunterbrannte und den Sand in eine feurigheisse Flaeche verwandelte.


Nach der Oase Huacachina, wo wir auch noch ein Wein- und Piscotasting machten, fuhren wir nach Nazca. Dort wollten wir mit einem Kleinflugzeug die beruehmten Linien von Nazca ueberfliegen. Eigentlich konnte bis heute noch niemand das Geheimnis der Entstehung und Bedeutung dieser Linien lueften. Es gibt zahlreiche Theorien. Diese gehen von einem Inka-Kalender ueber Kultstaetten bis zu dem, dass diese Zeichnungen Ausserirdische hinterlassen haben sollten... (Ihr koennt drei Mal raten, wer diese Marsmenschentheorie in die Welt gesetzt hat... Niemand anders als Erich Von Daeniken... hier in Nazca eine wohl bekannte Persoenlichkeit)
Kaum in Nazca aus dem Bus gestiegen, wurden wir schon von einem aufmerksamen Guide zum Flugplatz gefahren. Essen durften wir nichts, es sollte ein etwas ruckliger Flug werden... und es koennte uns schlecht werden...


So hoben wir schon bald ab und ueberflogen das Gebiet, wo die verschiedenen Tiere und Gebilde in den Boden gezeichnet worden waren. Wow, das war ein toller Flug. Unser Pilot kreiste so steil ueber dem Boden, dass wir quasi senkrecht aus dem Fenster unter uns die Linien sehen konnten. Nicht jeder im Flugi fand diese Kurven so toll und musste mit starker Uebelkeit kaempfen (gell Rege...;-)

Hier mein bester Shot, der Kolibri.

Von Nazca sassen wir fuer weiter 10 Stunden im Bus nach Arequipa. Wieder fuhren wir mit Cruz del Sur und nach 4 Flimen am Stueck war ich froh, als der Fernseher abgestellt wurde. So kamen wir realtiv muede  und zu spaeter Stunde in Arequipa an und waren froh, schon ein Bett in einem Hostel gebucht zu haben.
Arequipa ist eine schoene Stadt und besonders das Kloster Santa Catalina hat es uns angetan. Dieser Convent wurde wunderschoen restauriert. Beim Schlendern durch die verschiedenen Raeumlichkeiten sog ich die ruhige und besinnliche Stimmung, die in den Mauern des Klosters verstroehmt wurde, richtig auf.






Zu einem weiteren Highlight, von welchem wir schon lange redeten, starteten wir von Arequipa aus. Wir fuhren mit einem Local-Bus ganze 6 Stunden nach Cabanaconde zum Colca Canyon. Dieser Canoyon ist sage und schreibe doppelt so tief wie der Grandcanyon in den USA. (Etwa 3200 Meter tief!!!) Der Anblick der Berge und vor allem des tief unten liegenden Flusses, der sich in dieses Gebirge gefressen hatte, raubte mir fast den Atem. Es war so wunderschoen!!!
Nach einem kleinen Umweg (das kommt davon, wenn wir wie immer ohne Guide unterwegs waren) fanden wir doch die richtige Stelle fuer den 1300 Meter tiefen Abstieg hinunter in den Canyon.




Unten angekommen wurden wir schon von "Mujer Roy" empfangen, die uns in ihr Hostel einlud. Eine gute Wahl, wie sich bald herausstellen sollte. Wir blieben grad 2 Naechte bei ihr wohnen und kundschafteten am 2. Tag die umliegenden Doerfli aus, die im Canyon unten abgelegen, ohne Strassen und nur zu Fuss erreichbar waren. Es war ein fantastischer, ruhiger, energiegeladener und fast esotherischer Ort. Ich konnte nicht genug kriegen vom Anblick der Natur.
Am 3. Tag wurden wir durch laute "Frauenfuerze" aus dem Schlaf gerissen.. Diese wurden zu Ehren von Regulas Geburtstag vom kleinen Jungen der Familie abgefeuert. An Reges Geburi galt es nun fuer uns, den Aufstieg des Canyon in Angriff zu nehmen. Immer wieder mussten wir innehalten, nicht weil wir muede waren, sondern um die maiesthetischen Kondore zu beobachten, die in naechster Naehe ihre Kreise zogen. Teilweise flogen sie so nahe an uns vorbei, dass wir das Rauschen ihrer Fluegel hoeren konnten!!!


Nach etwas mehr als drei Stunden kamen wir wieder "oben" an, gerade noch rechtzeitig vor dem grossen Regen, der ueber Cabanaconde nieder prasselte. Das stoehrte uns jedoch nicht mehr gross. Wir stiessen in unserem Hotelzimmer (der einzig warme Ort war unser Bett!!!) auf Reges Geburi an und verbrachten anschliessend ein lustiges Geburifest in einer Bar mit Pisco-Sour (Ja nicht mehr als zwei Pisco an einem Abend... That's the rule!!!) Tanzen und viel Gelaechter.
Was fuer ein toller Ausflug in den Colca Canyon.

Zurueck in Arequipa liessen wir den Colca Canyon - Ausflug bei einem feinen Nachtessen auf dem Balkon am Plaza des Armas ausklingen.


Mit der Rueckkehr nach Arequipa ging auch unsere Zeit in Peru vorueber. Viel zu kurz fuer ein so tolles und grosses Land. Aber was sollen wir machen, Bolivien wartet auf uns mit vielen tollen Erlebnissen!!!

Mittwoch, 17. Februar 2010

Galapagos - un lugar maravilloso!!!!

Die Woche in Galapagos zaehlt bestimmt zu meinen eindruecklichsten Erlebnissen. Eine Woche der Superlative... kaum moeglich, dies in einem Blogg richtig zu beschreiben. Deshalb lasse ich mehr die Bilder sprechen (ich habe ja etwas 800 davon)


Mit unserem Schiff "Angelito" entdeckten wir unzaehlige, unglaubliche und vor allem teilweise unwirkliche Orte auf Galapagos. Da wir eine andere Route verfolgten, wie die meisten anderen Touri-Boot, waren wir meist alleine auf unserer Entdeckungsreise.
Einmal sichteten wir einen Wal schon vor dem Fruehstuck, waehrend dem Fruehstueck schwammen Manta-Rays um unser Boot. Taeglich durften wir auch die Unterwasserwelt entdecken. Wir schnorchelten mit tausenden von Fischen, Meeresschildkroeten, die fast so gross waren, wie wir, mit Pinguinen, die um uns durchs Wasser schossen. Wir entdecken unter Wasser Marine Iguanas, die auf den Steinen die Algen abknapperten, es schwammen Fluglose Kondore herum, die Fische jagden und immer wieder tauchten Robben um uns und wollten wissen, wer da mit ihnen im Wasser war. Die ersten zwei Minuten im Wasser werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Kaum war ich im Wasser, sichtete ich drei Haie unter mir!!! Einer davon war riesig und ich fuehlte mich nicht mehr so extrem wohl... Unser Guide versicherte mir aber, dass sie keinen Menschen fressen wuerden und jetzt sowieso am Schlafen waeren... Tja, Hunde beissen ja "normalerweise" auch nicht, sagen jedenfalls immer ihre Besitzer!!!




Mit unserer Reisegruppe, die mit 7 Leuten doch sehr klein war, kundschafteten wir die Inseln aus. Wir ueberquerten riesige Lavafelder, kraxelten ueber Stock und Stein und bestaunten die Vegetation und die grossen Kakteen, die ueberall wuchsen.